Kurzbiographien

Arcimboldo, Guiseppe (ca. 1526-1593)

Giuseppe Arcimboldo wurde ca. 1526 geboren und ist am 11.Juli 1593 in Mailand gestorben. Somit wurde er 67 Jahre alt. Er war ein Maler der Spätrenaissance. Berühmt ist er für seine Tafelbilder, auf denen er Blumen, Früchte, Gemüse oder auch anorganische Dinge wie Bücher darstellt und daraus ein Portrait oder ein Stillleben konstruiert. Sein Bild »der Frühling« ist nur eines seiner insgesamt vier Jahreszeitenbilder. Neben seiner Tätigkeit als Maler war er am Prager Hof auch als Ingenieur, als Kostümzeichner sowie als Musiker tätig.

Kim

Birken, Sigmund von (1626-1681)

Sigmund von Birken wurde am 25. April 1626 in Wildenstein geboren und starb am 12. Juni 1681 in Nürnberg. Er gilt als ein sehr bedeutender deutscher Schriftsteller des Barock.
Im Mai 1642 trat er der Lateinschule »Kirche zum heiligen Geist« bei. In den Jahren 1643 bis 1644 studierte er in Jena Recht, Philosophie, Sprachen und Theologie. Am Anfang seiner Karriere verdiente er sein Geld mit Gelegenheitsaufträgen.

Carla

 

Bildquelle: http://images.zeno.org/Literatur/I/big/birkepor.jpg

 

Caravaggio, Michelangelo Merisi (1571-1610)

Der italienische Künstler wurde am 29. September 1571 in Mailand geboren. Er starb am 18. Juli 1610 in Porto Ercole. Er wuchs in Caravaggio (daher auch sein Name) auf, weil in Mailand eine Pestepidemie seine Familie vertrieben hatte. Wahrscheinlich sind daran auch sein Vater und sein Onkel erkrankt. Er war Sohn des Maurermeisters Fermo Merisi und Lucia Ardori. 1584 begann er eine vierjährige Lehre zum Maler in Rom. Er war bekannt für sein gewalttätiges Verhalten und schon bald nach seinem Tod war ein Mythos ( »Mythos Caravaggio«) entstanden. Auch wegen seiner vielen Abenteuer und Reisen. Da er oft gegen das Gesetz handelte (z. B. unerlaubter Waffenbesitz, schwere Körperverletzung und Mord), musste er schließlich aus Rom fliehen. Er wurde sogar mehrmals in Rom und in Malta inhaftiert. Als er aus Neapel nach Malta floh, wurde er dort als bekannter Künstler empfangen. Er wurde sogar in den maltesischen Ritterorden aufgenommen. Doch weil er während seiner eigenen Feier wegen einem Bild für den Papst im Gefängnis saß, weil er sich auf eine Prügelei eingelassen hatte, wurde er verbannt.
Er war bekannt als bisexuelles und promiskutives Malergenie. Seinen Hang zur Homosexualität vermutet man wegen der entblößten Knabenbilder, die er malte. Es gibt Gerüchte über Affären zu seinen Modellen.
Seine Gemälde wurden als neuartig und realistisch beschrieben. Sie handelten von christlichen Themen, die besonders häufig im Frühbarock ein Gegenstand der Kunst waren. Er hat auch Porträts mit einem Spiegel gemalt, womit er eine neue Art des Malens begründete.

Marvin-Jonathan

Dach, Simon (1605-1659)

Simon Dach war ein sehr talentierter deutscher Dichter aus der Barockzeit.
Er wurde am 29. Juli 1605 in Memel geboren. In seiner Kindheit wechselte er oft die Schule. Während seiner Schulzeit auf dem Gymnasium brach die Pest aus, woraufhin er nach Königsberg floh und dort weiter die Schule besuchte. Dort studierte er 1624 Theologie und Philosophie. 1633 wurde er Lehrer an seiner ehemaligen Schule und wurde dann 3 Jahre später auch Direktor. Durch seinen guten Freund Adrian Bauer entdeckte er die Welt der Literatur. 1639 wurde er von Kurfürst Georg Willhelm von Brandenburg zum Professor der Dichtkunst geehrt. In seiner Freizeit traf er sich oft mit anderen Dichtern und Musikern.
Simon Dach hat nie ein ganzes Buch veröffentlicht. Mit 49 Jahren erkrankte er an Schwindsucht (= Tuberkulose). Nach 5 Jahren Kampf gegen die Krankheit stirbt er schließlich am 15.04.1659 in Königsberg.

Stella

Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von (1621-1676)

Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen wurde 1621/22 im hessischen Gelnhaussen geboren. Als zehnjähriger Junge wurde er von Soldaten verschleppt. Es gibt einige Belege dafür, dass er danach Soldat wurde. Er trat der katholischen Kirche bei und heiratete  am 30. August 1849 in Offenburg. Er verstarb am 17. August 1676 in Renchen, Baden-Württemberg.
Unter von Grimmelshausens Werken ist »Der abenteuerliche Simplicissmus Teutsch« das Bekannteste. Das Buch ist das erste deutschsprachige Buch der Weltliteratur und gilt als der bekannteste Vertreter der barocken Schelmenromane.

Jan-Hendrik

Kopernikus, Nikolaus/Nicolai Copernicus (1473-1543)

Nikolaus Kopernikus wurde am 19.02.1473 in Thron geboren und starb am 24.05.1543 in Frauenburg. Er gehörte zur deutschsprachigen Bürgerschaft der Hansestadt Thron in Polen. Außerdem war er  Frauenburger Domherr, Jurist, Administrator und praktizierender Arzt des Bistums Ermland in Preußen. In seiner Freizeit beschäftigte er sich mit Mathematik und Astronomie. Zu diesem Thema verfasste er sein bekanntestes Buch »De Revolutionibus Orbium Coelestium«, zu Deutsch: »Von der Drehung der Himmelskreise«.

Miriam

Bildquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Copernicus-Boissard.gif

 

Logau, Friedrich von (1605-1655)

Friedrich von Logau wird im Januar 1605 in Gut Brockuth (Schlesien) als Sohn eines Großgrundbesitzers geboren. Mit 20 Jahren beginnt er ein Jurastudium an der Universität Altdorf. 1631 heiratete er Magdalena Gruttschreiber von Rosenau. Knapp zwei Jahre später übernimmt er das bereits verschuldete Familiengut. Er heiratete 1643 Helena von Knobelsdorf. 1644 wird er zum Regierungsrat befördert. Er stirbt in der Nacht vom 24. auf den 25. August 1655. Seine Gedichte handeln, wie für die barocke Zeit üblich, vom Tod und der Nichtigkeit des Menschen. Dies liegt vor allem daran, dass zu dieser Zeit der 30-jährige Krieg und die Pest stattfanden. In Gedichten wie »Heutige Weltkunst« oder »Ein Hofemann« kritisiert er die Politiker, die mit falschen Versprechungen locken.

Christian

Spee, Friedrich von (1591-1635)

Friedrich von Spee wurde am 25. Februar 1591 in Kaiserswerth bei Düsseldorf geboren und verstarb am 7. August 1635 in Trier. Er war Beichtvater und sah all die Schrecken, die die Hexenverfolgung mit sich brachte.  Er verfasste das Buch »Cautio Criminalis«, das in 51 Fragen/Regeln zusammengefasst war. Das Buch ist erstmals 1631 erschienen. Es thematisiert die Unschuld der verurteilten Frauen und die Grausamkeiten der Hexenverfolgung. Schon die Bezeichnung »cautio«, das übersetzt »Vorsicht/Vorbehalt« heißt, konnte Friedrich von Spee in Verdacht bringen, Hexen zu schützen. Friedrich von Spee ließ daher sein Werk anonym erscheinen. Um dem Vorwurf des Atheismus und der Ketzerei zu entfliehen, leugnete er die Existenz der Hexen nie ganz. In seinem Buch beschreibt er die Unschuld der Frauen, die aber unter der Folter ihre Schuld gestanden. Deshalb drohte ihm zeitweise die Entlassung aus seinem Orden. Durch seine stark kritisierenden Argumenten, die er in seinem Buch anführte, gefährdete er sich selbst. Das macht das Buch »Cautio Criminalis« zu einem der mutigsten Bücher des 17. Jahrhunderts. Friedrich von Spee trug entscheidend zum Ende der Hexenverfolgung in Deutschland bei.

Gabriel





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